Beim Thema Fliegen, kommt man nicht erst seit „Fridays for Futures“ auf den hohen CO2-Austoß und den damit verbundenen negativen Einfluss auf das Klima. Wer auf das Fliegen nicht verzichten will oder kann, hat die Möglichkeit mit der Wahl der Airline seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Dazu zählen nicht nur die CO2-Werte (bzw. CO2-Äquivalente, da Flugzeuge auch andere Klimagase ausstoßen), sondern auch der Ressourcenverbrauch, Lärmschutz und Schadstoffe, die beim Fliegen enstehen. Das Portal von Atmosfair, dass Flugreisenden ermöglicht sein, durch das entstehen von CO2-Emissionen, gegen Geldzahlungen zu kompensieren. Die Möglichkeit zur Kompensation gibt es, egal für welche Fluggellschaft(en) man sich entscheidet.

Wer darüber hinaus auf Nachhaltigkeit achten möchte, dem steht der Index (aktueller Stand von 2018) von Atmosfair zur Verfügung. Dieser Index bewertet nur die Klimabilanz. Hierfür werden sogennante Effizienzpunkte von 0 bis 100 ansehen. Kuckt man in die Gesamtwertung, so liegt die britische TUI Airways auf dem ersten Platz mit ca. 79 Punkten, was nur für die Effizienzklasse B reicht. Nur LATAM Airlines Brasil schafft es auch noch in diese Klasse. Die deutsche TUI Fly schafft es auf den vierten Platz und landet in der C-Klasse. Die Lufthansa landet deutlich weit hinten auf Platz 66 und gehört damit zur Kategorie D. Noch negativer fällt Lufthansa Regional auf (Klasse E). Des Weiteren fallen auf die unteren Plätze Swiss und Qatar Airways (beide in der Klasse E). Die Wertungen kann man sich auch genauer, d.h. Je nach Distanz (Kurz-, Mittel-, Langstrecke mit genauen Km-Angaben für jede Kategorie), ansehen. Dadurch verändert sich das Ranking.

Airlines, die Subventionen erhalten sind weniger nachhaltig, da sie die Subventionen meist in Form von niedrigeren Flugticketpreisen weitergeben und somit die Anzahl der Flüge erhöhen. Das gilt insbesondere bei sogennanten Billigfliegern. Bei diesen ist auch zu beachten, dass sie eher Flughäfen, die weiter draußen sind, ansteuern. Daher muss man auch die Anfahrtswege zum Flughafen mit einbeziehen, wenn man an die CO2-Emissionen denkt.

Easyjet investiert Milliarden in die neuesten Flugzeug-Technologien, die die Effizienz und damit die Nachhaltigkeit erhöhen sollen. Die Flotte der Airline ist im Duchschnitt aller Flugzeuge 6 Jahre alt. In 2015 hat Easyjet bekannt gegeben, dass sie die 3D-Drucker testen, zur Herstellung von Kabinenausstattung, z.B. von Armlehnen. Dadurch wird unter anderem die Lagerung von Material gespart und damit die Effizienz erhöht. Condor spart Ressourcen und Klimagase, durch die Reduzierung von Papierverbrauch, durch den Einsatz von Tablets. Damit ist jedes Flugzeug im Durchschnitt 45 Kg leichter und spart auf alle Flüge der gesamten Flotte gesehen, im Jajr einiges an Emissionen ein. Insgesamt spart Condor durch die Maßnahme 4 Millionen Blatt Papier ein. Des Weiteren hat die Airline, die Langstreckenflugzeuge mit Winglets ausgestattet, welche den Leistungsbedarf und die Lärmemissionen verringern, durch den verbesserten Strömungswiderstand.

Nach einem Report von „Brighter Airlines“ ist Ryanair die effizienteste Fluggesellschaft. Hier beträgt das Durchschnittsalter der gesamten Flotte 5 Jahre. Zu der Flotte von Ryanair gehören 200 Boeing 737 MAX 200 Flugzeuge mit CFM LEAP -1B -Motoren, die den Ausstoß von CO2 um 18% sowie die Lärmemissionen um 40% reduzieren. Allerdings sind „Low Cost Carrier“, zu denen Ryanair und Easyjet gehören, schwerer mit anderen Airlines zu verleichen. Das liegt, u.a. an den bereits erwähnten Subventionen und längeren Anfahrtswegen zum Airport.

Grundsätzlich ist ein Flug am nachhaltigsten, wenn die Passagierdichte und Auslastung der Plätze im Flugzeug hoch sind.

Einige Airlines geben auf ihrer Internetseite ihren Beitrag zur mehr Nachhaltigkeit an. Besonders ausführlich berichtet die Lufthansa in eigenen Reports (letzter aus dem Jahr 2018). Darin werden neben der ökologischen Nachhaltigkeit, auch die Soziale Verantwortung der Fluggellschaft behandelt. Laut eigenen Angaben, forscht und entwickelt Lufthansa an Flugzeugen, die mehr Kerosin sparen und Fluglärm reduzieren sollen. Allerdings sei ein zeitnaher Einsatz von E-Flugzeugen nicht realistisch. Auch kann die Airline nicht bekanntgeben, ab wann der Einsatz dieser Flugzege möglich wäre. Einer Tabelle kann man die relevanten Umweltkennzahlen bezüglich Ressourcenverbrauch und ausgestoßener Emissionen entnehmen. Auch die Airlines TUI Fly und British Airways widmen sich dem Thema Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite. Sie geben an, dass sie sich für mehr Effizienz beim Fliegen einsetzen. Bei British Airways werden seit Januar 2020, alle Flüge innerhalb von Großbritannien die gesamten CO2-Emissionen durch Wiederaufforstung im Regenwald kompensiert. Möglicherweise wird Fliegen in der nahen Zukunft ökologisch besser verträglich. Dafür ist es umso besser, wenn man Programme, wie Atmosfair benutzt, zur Kompensation von den anfallenden Emissionen.

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